Kunst des Wortes und der Leinwand vereint

Boeckingen_DSC_7598Stefan Müller-Ruppert rezitiert bei Ausstellung von Ingrid Pfeffer / volles Haus
Wie gut sich Gedichte, Lieder und Malerei ergänzen können, bewies Stefan Müller-Ruppert am Dienstagabend in der BW-Bank Heilbronn-Böckingen. Der Buchener Rezitator und Sänger schaffte vor mehr als 130 begeisterten Zuhörern eine faszinierende Symbiose der Kunst des Wortes und der Malerei, indem er Werke der Mosbacher Künstlerin Ingrid Pfeffer in seine humoristischen und tiefsinnigen Betrachtungen mit einbezog.


 

 

 

Roman Modrakowski, begrüßte die Gäste des Kulturabends in der vollbesetzten Schalterhalle. Der Leiter der BW-Bankfiliale Böckingen freute sich, dass mit Ingrid Pfeffer eine hochkarätige Künstlerin 24 Werke präsentiere, die mit ihrer Malerei weit über die Region hinaus bekannt geworden sei. Die Veranstaltung sei organisiert worden, da Böckingen von über 200 BW-Bank-Filialen des Landes, die höchste Kundenzufriedenheit verzeichnen könne.

Boeckingen_DSC_7579Nach der Begrüßung genügten Stefan Müller-Ruppert wenige Minuten, bis die Zuhörer gebannt an seinen Lippen hingen. Die ausgezeichnete Mischung aus Gereimtem und Prosaischem, aus hintergründigen, humorigen und nachdenklichen Texten zog die Gäste unmittelbar in den Bann des Rezitators. Scheinbar spielerisch wechselt Stefan Müller-Ruppert von der Hochsprache in den Dialekt, von derben bäuerlichen Tischsitten des Mittelalters zur höfischen Etikette. Egal, ob im Wiener-Dialekt oder in Odenwälder-Mudart, der Sprachkünstler brilliert mit tiefsinnigem Humor. Er besitzt ein ausgezeichnetes Gespür bei der Auswahl und dem Arrangement seiner Texte. Prosa von Erich Kästner oder Eugen Roth vereint sich mit Texten der Heimatdichter Josef Knapp (Rippberg) und Erwin Thoma (Altheim) zu einem faszinierenden sprachlichen Kunstwerk. Lieder des großen Komponisten Josef Martin Krauss wechseln mit Stücken von Reinhard Mey – selbst dieser Kultur-Spagat gelingt Müller-Ruppert, ohne dass es peinlich wird. Kein Wunder also, dass er mühelos den Bogen zwischen der Kunst des Wortes und des Pinsels spannen konnte.


„Ingrid Pfeffer hat ihr Schaffen den Farben der Seele und der Seele der Farben gewidmet“, charakterisierte Stefan Müller-Ruppert das Werk der Mosbacher Malerin und beschrieb die vier Gemälde „Es werde Licht“, „La Nina“, „Lebendiges Wasser! Und „Zwei Welten“ eingehend. Nach zwei Stunden Hör-Genuss feierten die Zuhörer den Rezitator mit minutenlangen Ovationen.  Die Ausstellung von Ingrid Pfeffer in der BW-Bankfiliale Böckingen ist noch bis 26. November zu sehen. her


Boeckingen_DSC_7601
Badische Kultur im Schwabenland. Der Buchener Rezitator Stefan Müller-Ruppert  (2. von rechts) und die Mosbacher Malerin Ingrid Pfeffer begeisterten in Böckingen. Der gelungene Abend wurde von den BW-Bank-Verantwortlichen Roman Modrakowski (rechts) und Hans-Joachim Gerber organisiert.   Foto: Herrmann

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Boeckingen_DSC_7579
Boeckingen_DSC_7598
Boeckingen_DSC_7587
Boeckingen_DSC_7586
Boeckingen_DSC_7584